Das Backpacker-Leben in Melbourne

 

Am 24. Februar hieß es mal wieder Abschied nehmen. Nachdem wir über eine Woche bei Davids Verwandtschaft gewohnt und diese auch wirklich ins Herz geschlossen hatten, führte unser Weg uns in Richtung Ostküste. Das Auto voll bepackt mit unseren Backpacks und sämtlicher Campingausrüstung, die man sich nur vorstellen kann, ging das Abenteuer jetzt richtig los. An den Linksverkehr hatten wir uns die Tage davor schon gewöhnt, sodass es keine Probleme geben sollte. Von Adelaide aus ging die erste Etappe in das südlich gelegene Mount Gambier. Auf dem Weg ging es auf kilometerlangen Geraden quer durch das Land. Außer toten Kängurus am Straßenrand (die hier verdammt oft angefahren werden) gab es nicht allzu viel zu sehen. Zudem war das Wetter nicht gerade australien-like, da es geregnet hat. In Mount Gambier angekommen, versorgten wir uns bei Woolworth erst einmal mit Essen. Danach stand der Blue Lake, ein extrem blauer Binnensee auf einem Vulkankrater, auf dem Programm. Anschließend ließen wir den Abend auf einer Rest-Area mit etwas Goon (der Billigwein hier) ausklingen.

Am nächsten Morgen stand die letzte Etappe in Richtung Melbourne an. Wir starteten um 9:00 Uhr morgens und fuhren zunächst bis zum Cape Bridgewater, wo wir entlang der Steilküste einen kleinen Spaziergang einlegten und mit einer atemberaubenden Sicht belohnt wurden. Zudem haben wir noch eine Seebärenkolonie auf den Felsen spielen sehen. Weiter ging es dann endlich in Richtung Great Ocean Road. Zunächst fuhren wir spektakulär an der Steilküste entlang, bis uns der Weg durch viel Wald zurück an die Küste brachte. Die Sonne gerade am untergehen, kurvten wir mehrere Kilometer die Küstenstraße entlang . Dann führte uns ein Highway das letzte Stück bis nach Melbourne, wo wir gegen 23:00 Uhr abends ankamen.

Heute sind wir schon insgesamt eine Woche in Melbourne und die Stadt gefällt uns unglaublich gut! Die meisten Nächte verbringen wir im Auto, vorzugsweise in dem schönen St. Kilda ziemlich direkt am Strand. Aber auch die Innenstadt ist wunderschön und könnte unterschiedlicher nicht sein. Von riesigen Hochhäusern bis zu kleinen mit Graffiti vollgesprühten Gassen trifft man hier alles an. Wir waren schon in Chinatown lecker essen, an den bekannten Stränden wie St. Kilda und Brighton Beach und haben die Innenstadt zu Fuß unsicher gemacht. Dann sind wir noch ganz spontan einen Teil der Formel 1 Strecke hier in Melbourne abgefahren, weil die noch nicht vollständig abgesperrt ist (übernächstes Wochenende ist der Große Preis von Australien). Ein absolutes Highlight war der Wilsons Promontory Nationalpark, in dem wir ein Wochenende zusammen mit zwei Freundinnen verbracht haben. Dort haben wir viele Kängurus, Papageien und Wombats in freier Wildbahn gesehen, waren auf einer riesigen Sanddühne und haben gecampt. Und sonst gibt es halt so die typischen Sachen, die das Leben als Backpacker ausmachen. Man wird dumm angeguckt, wenn man sich mit Shampoo an den Strandduschen duscht, man muss sich im Auto umziehen, fühlt sich super cool mit seiner alten Schrottkarre und hat die Musik dauerhaft so laut gedreht, dass die ganze Stadt mithören kann.

Sonst habe ich schon ein paar Shootings durchgeführt, die mir super viel Spaß gemacht haben und einige sind noch geplant. Die Bilder in diesem Post (abgesehen von der Skaterin) sind spontan im Nationalpark entstanden und ich war echt überrascht, dass diese Schnappschüsse was geworden sind.

 

fotografie-nagold-stuttgart-freudenstadt-toni-alex-fototgraf-foto-travel-reise-australien-5 fotografie-nagold-stuttgart-freudenstadt-toni-alex-fototgraf-foto-travel-reise-australien fotografie-nagold-stuttgart-freudenstadt-toni-alex-fototgraf-foto-travel-reise-australien-3 fotografie-nagold-stuttgart-freudenstadt-toni-alex-fototgraf-foto-travel-reise-australien-4fotografie-nagold-stuttgart-freudenstadt-toni-alex-fototgraf-foto-travel-reise-australien-2

Share your thoughts