Historische Tempel, eine Bootstour und der Bokor National Park

 

Nach unserer langen Reise hatten wir am nächsten Morgen nicht wirklich Zeit auszuschlafen. Der Wecker klingelte um 4 Uhr morgens, weil wir die berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat zum Sonnenaufgang besichtigen wollten. Halb 5 fuhr also das Tuk Tuk von dem Hostel in Richtung Angkor. Dort bei totaler Finsternis angekommen, warteten wir gespannt auf den Sonnenaufgang, der leider nicht ganz so spektakulär ausfiel, wie erhofft. Trotzdem war es toll anzusehen, wie die Anlage aus der Dunkelheit heraussticht. Wir waren bis mittags unterwegs und wurden von unserem Tuk Tuk-Fahrer zu verschiedenen Tempeln gebracht, u.a. dem Tempel, in dem Tomb Raider gedreht wurde. Dann gab es zum Frühstück um 10 Uhr eine gute Nudelsuppe, bevor wir gegen 12 Uhr zurück in das Hostel kamen. Anschließend haben wir uns noch etwas Siem Reap angeschaut, uns in eine Bar gesetzt und entspannt. Den darauf folgenden Tag haben wir ruhiger angehen lassen, da wir alle ausschlafen wollten. Außer einigen Runden Billiard, essen und trinken lief da nicht viel.

Am nächsten Tag sind wir dann zusammen mit den Mädels auf die Insel Koh Rong gereist. Auch wenn wir die ganze Nacht unterwegs waren, hat das Reisen richtig Spaß gemacht. Unser Bus hatte keine normalen Sitze, sondern eine Mischung zwischen Liege und Bett, was äußerst bequem war. Ein sogenannter VIP Sleeping Bus. Nach der Ankunft in Sihanoukville haben wir dann die High Speed Ferry nach Koh Rong genommen, die wirklich schnell unterwegs war! Unser Guesthouse war ein sehr schöner Holzbau mit vielen Hängematten. Da wir mittags angekommen sind, führte uns der Weg natürlich direkt an den Strand. Den Abend verbrachten wir dann in einer Skybar, von der man einen tollen Blick über den Hafen hatte.

An Tag 2 auf Koh Rong stand dann ein Bootsausflug auf dem Plan. Mit einem kleinen Boot waren wir den ganzen Tag für umgerechnet 10$ unterwegs. Zuerst führte unser Captain uns (7 Leute) auf eine kleine, vorgelagerte Insel, vor der wir ungestört schnorcheln konnten. Ein par bunte Fische und Korallen später ging es weiter auf das offene Meer. Ausgestattet mit einer Plastikrolle (sah aus wie ein großer Lockenwickler) mit einer endlos langen Schnur, versuchten wir alle unser Glück. Stolz wie Atze war ich, als ich meinen einzigen Fisch aus dem Wasser gezogen habe, zumal ich der Einzige war, der überhaupt etwas gefangen hat. Zum Sonnenuntergang haben wir einen relativ verlassenen Strand angesteuert und dort auf dem Boot Fische und Schaschlikspieße gegrillt (Glücklicherweise hat unser Captain ein par Fische gefangen). Als es dann dunkel war, konnten wir von dem Boot aus das im Wasser grün glänzende Plankton beobachten. Wirklich ein wunderschöner Ausflug!

Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied von den Mädels nehmen, weil wir nach Kampot weiter gereist sind. Für die 3-stündige Fahrt mussten wir nur 5$ pro Person zahlen.Dafür wurde es im Taxi aber auch kuschelig warm. In Kambodscha ist es üblich mit einem normalen Taxi mit 5 Sitzen, 7 Leute und den Fahrer zu befördern. Man sitzt also zu viert auf der Rückbank, zwei Leute auf dem Beifahrersitz und der Taxifahrer teilt seinen Sitz ebenfalls mit einer Person. Was für ein Erlebnis! Auf halbem Weg mussten wir plötzlich aussteigen und wurden seltsamerweise mit einem Privatwagen mitgenommen. Ebenfalls zu acht. Als wir dann abends in Kampot ankamen, haben wir schnell ein schönes Hostel gefunden und sind nach einem Snack müde ins Bett gefallen. An unserem ersten ganzen Tag in Kampot haben wir uns die Stadt angeschaut, einen Markt besucht (auf dem es verdammt seltsam gerochen hat) und traditionell gegessen.

Der Tag darauf hatte dann schon deutlich mehr Action zu bieten. Wir haben uns morgens Roller geliehen und sind in den nicht weit entfernten Bokor National Park gefahren. Auf der Strecke dahin wurden wir, wie viele andere Rollerfahrer auch, von der Polizei rausgewunken und haben einen Strafzettel kassiert, weil wir keinen Helm getragen haben. Lasst euch das eine Lektion sein und tragt immer einen Helm! Die Polizisten waren aber sehr freundlich, haben sich kurz über uns amüsiert, uns den Weg zum Nationalpark erklärt und zahlen mussten wir auch nur 15.000 Riel (ca. 3,50$). Die ganzen Umstände sollten sich aber mehr als nur lohnen. Die Straße hoch zur Bokor Hill Station (ein verlassenes, altes Hotel aus der französischen Kolonialzeit) war ziemlich neu und sehr gut ausgebaut. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit den Rollern hoch zu cruisen. Oben angekommen, haben wir uns das Hotel, so wie eine verlassene Kirche angeschaut und sind dann durch den Nationalpark bis zu einem kleinen Stausee gefahren. Die Landschaft dort ist atemberaubend, es ist nahezu nichts los und man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Für mich war der Tag einer der schönsten der ganzen Reise!

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