Kambodscha und 1700 km mit dem Zug durch Vietnam

 

Unsere Reise führte uns nach Kampot in die Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh. Da wir erst nachmittags angekommen sind, ließen wir den Tag gemütlich bei einem guten Essen ausklingen. Am nächsten Tag erwartete uns ein anstrengendes Programm. Geplant war eine Stadtrundfahrt mit dem Tuk Tuk. Also sind wir nach dem Frühstück losgefahren, um uns zunächst einen der wunderschönen Tempel der Stadt anzuschauen. Dann ging die Reise zu den bekannten ‚Killing Fields‘. Dort erwartet einen die grausame Vergangenheit Kambodschas. Während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer wurden in ganz Kambodscha etwa ein Drittel der Bevölkerung, teilweise äußerst brutal ermordet. Auch wenn der Rundgang kein Spaß war, muss man das bei einer Reise nach Phnom Penh unbedingt gesehen haben! Etwas schöner war dann unser nächster Stopp: Eine riesige Markthalle, in der man sich nur verlaufen konnte. Von Lebensmitteln (z.B. geröstete Vogelspinne), über Elektronik bis hin zu Schmuck kann man dort alles bekommen. Vor allem Uhren und Kleidung sind natürlich immer original! Die letzte Station war dann der beeindruckende Königspalast, den wir lieber von außen betrachtet haben, weil wir dann doch zu geizig für den Eintritt waren. So toll kann er nicht gewesen sein.

Dann ging es für uns mit dem Bus schon weiter nach Vietnam. Glücklicherweise hatte der Wlan, was die Fahrt um einiges entspannter machte. Wir sind dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit in Saigon angekommen und haben auch spontan ein Hostel gefunden. Der Verkehr ist dort aber um einiges hektischer, als in Kambodscha und es kann gut sein, dass an einer Kreuzung über 100 Rollerfahrer kreuz und quer fahren. Wie wir das überlebt haben, kann ich mir bis heute nicht erklären… Abends kann man in Saigon super gemütlich auf der Straße auf kleinen Plastikstühlen sitzen und ein kühles Bier und tolles Streetfood genießen (Ein Glas Bier kostet zwischen 0,15-0,60€).

Morgens haben wir uns auf den Weg zu den bekannten Tunnelsystemen aus dem Vietnamkrieg gemacht. Die Tunnel waren gerade mal 1,20m groß, so dass die Strecke von 200m durch den dunklen Tunnel einem wie eine Ewigkeit vorkam. Ja, wir Europäer sind einfach zu groß für den Shit. Anschließend wurde uns noch das Waldgebiet gezeigt und wir bekamen einen sehr guten Eindruck, wie der Krieg sich wohl abgespielt haben muss.

Nach insgesamt 2 Tagen Saigon führte unsere Reise uns mit dem Nachtzug nach Nha Trang, wo wir um 5Uhr nachts angekommen sind. Dort haben wir uns mit den Backpacks direkt an den Strand zum Sonnenaufgang begeben. Wir haben den Tag sehr genossen und außer Essen und am Strand liegen nichts unternommen. Abends ging es dann auch schon nach Hoi an weiter, eine kleine süße Stadt am Fluss. Sieht irgendwie aus, wie ein kleines Venedig und man fühlt sich direkt wohl. Wir haben nachmittags eine kleine Radtour durch die Altstadt gemacht, ich habe mir ein 8-Gänge-Menu für umgerechnet 7€ gegönnt und dann ging es zurück in unsere Unterkunft. Da wir nicht so viel Zeit für Vietnam eingeplant hatten, reisten wir morgens dann schon weiter nach Hue. Die Bahnstrecke ist atemberaubend und führt einen durch eine Mischung von Regenwald und Reisfeldern auf der linken, und der Steilküste auf der rechten Seite. Den Tag in Hue konnten wir leider aufgrund von starkem Regen nicht so genießen und haben uns deshalb den Nachmittag über in ein kleines Cafe gesetzt. Über Nacht stand dann die letzte Etappe an von Hue in die Hauptstadt Hanoi an. Ich habe mir einen Platz im Schlafabteil gegönnt, während David und Linn sich im anderen Abteil den A**** abgefroren haben.

Hanoi erwartete uns dann im strömenden Regen, was sich auch die kommenden zwei Tage nicht ändern sollte. Dagegen halfen nur Kaffee und Nudelsuppe, die aber hervorragend waren. Nach der anstrengenden Reise durch Vietnam ließen wir es in Hanoi dann sehr ruhig angehen. Das Streetfood war eines der besten auf der ganzen Reise und die Stadt hat trotz Regen einen gewissen Charme. Nach 3 Tagen Aufenthalt ging es am 28. Januar mit dem Flieger nach Bangkok und die weitere Reise sollte uns in den wunderschönen Norden Thailands bringen, aber dazu nächstes Mal mehr..

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