Wieder zurück in der Heimat!

 

Neben den zwei Wochen Entspannen in Brisbane, mussten wir eine Sache dringend erledigen: Einen Job finden! Bald ein halbes Jahr haben wir das nun vor uns hergeschoben und das Budget ist immer mehr geschrumpft. Nachdem uns ungelogen 60-70 Farmen entweder nicht geantwortet oder abgesagt hatten, wurde uns bewusst, dass das wohl alles nicht so einfach ist. Also fuhren wir spontan nach Bundaberg. Eine Kleinstadt, die für viele Farmjobs bekannt ist. Nachdem uns dort in einem sogenannten ‚Working-Hostel‘ (welches Arbeitsplätze vermittelt) zwei Betten versprochen wurden, wurden wir bei der Ankunft enttäuscht. In der gesamten Umgebung war alles ausgebucht.

Also entschlossen wir uns spontan weiter in Richtung Norden nach Agnes Water zu fahren. Bekannt ist das kleine Örtchen an der Küste hauptsächlich für einen tollen 3-stündigen Surfkurs, der nur 17$ kostet. Nach einer kurzen Einführung haben wir dann das Surfboard geschnappt und schon ging es los. Ich kann euch nur sagen, es macht wahnsinnig viel Spaß! Und wir haben tatsächlich ein paar Wellen gestanden. Bei meinen koordinativen Fähigkeiten war ich der letzte, der das erwartet hat. Die Nacht verbrachten wir im Auto mit einem unfassbar tollen Ausblick auf die Milchstraße.

Dann führte uns die Reise wieder südwärts bis nach Hervey Bay. Nach drei Tagen startete von dort aus ein zweitägiger Ausflug nach Fraser Island. Mit 4 pinken SUV ging es morgens los. Dass so ziemlich jeder auf dem Ausflug deutsch war, hat uns schon langer nicht mehr überrascht. Also verbrachten wir die meiste Zeit im Auto mit zwei deutschen Jungs und einem deutschen Pärchen. Auf Fraser Island erwartete uns ein richtiges Offroad-Abenteuer. Die Straßen waren ruckelig und am Strand zu fahren, war erlaubt. Von einem bekannten Schiffswrack, über den traumhaft türkisen Lake McKenzie bis hin zu viel Bier, war alles dabei. Nach insgesamt zwei Tagen kamen wir am 11. Mai abends wieder in Hervey Bay an. Zusammen mit den Leuten aus unserem Auto, haben wir dann noch idyllisch auf einem Supermarktparkplatz gekocht und übernachtet.

Nach dem unvergesslichen Ausflug führte unsere Reise uns in das schöne Noosa. Auf dem Weg nahmen wir noch einen tollen Aussichtspunkt mit, bis wir abends den Sonnenuntergang am Strand  genossen. Die Nacht verbrachten wir, wie nahezu jede andere Nacht auch, gemütlich in unserem Kofferraum. Am nächsten Tag mussten wir etwas unseren Bräunungsgrad erhöhen, bis wir uns auf den Weg zurück nach Brisbane machten. Dort warteten drei Tagesjobs und eine gute Bezahlung auf uns. Glücklicherweise sind wir dann super spontan noch an einen Farmjob gekommen. Also fuhren wir drei Stunden ins Landesinnere, in das kleine Örtchen Stanthorpe. Zwei Wochen lang bestand unser Tagesplan aus Äpfeln pflücken von morgens bis abends. Was für ein Abenteuer!

Nachdem wir dann endgültig die Schnauze voll von Äpfeln hatten, fuhren wir wieder nach Brisbane, wo es Zeit war unser geliebtes Auto zu verkaufen. ‚Stewi‘ ist jetzt in den Händen von einem Deutschen und zwei Franzosen. Wir genossen noch die Zeit in Brisbane, bis unser letztes großes Abenteuer anstand: Die Whitsunday Islands. Nach 20 Stunden Busfahrt von Brisbane bis Airlie Beach, startete am 11. Juni morgens unsere Segeltour. Zusammen mit 15 anderen Backpackern ging es für uns zwei Tage, auf einem Segelboot, mitten in das Great Barrier Reef. Am ersten Tag stand der Whiteheaven Beach auf dem Programm. Einer der schönsten Strände, die ich bis jetzt gesehen habe! Das Wasser könnte nicht türkisener sein. Neben einer riesigen Spinne, haben wir auch noch eine Meeresschildkröte beobachten können. Einfach der Wahnsinn! Als wäre das nicht schon genug gewesen, segelten wir abends noch dem Sonnenuntergang entgegen, bevor der ‚Feuerball‘ dann endgültig verschwand und es dunkel wurde. Nach dem ein oder anderen Bier schlief es sich unter Deck auch extrem gut und ruhig.

Am nächsten Morgen ging es auch schon früh weiter. Um genau zu sein, zum Sonnenaufgang zwischen 5 und 6 Uhr. Es war eines der schönsten Erlebnisse, die Sonne so früh morgens von einem Segelboot aus, aufgehen zu sehen. Für den Tag waren dann drei Schnorchelspots geplant. Die Unterwasserwelt ist wirklich atemberaubend! In mitten von bunten Korallen und Fischschwärmen lässt es sich auf jeden Fall aushalten. Nach dem letzten Schnorchelgang führte uns der Weg leider wieder zurück ans Festland. Aber durch den starken Wellengang hat das Segeln erst richtig Spaß gemacht!

Am kommenden Tag erwartete uns schon eine schlechte Nachricht. Für uns ging es zum Flughafen. Um 11 Uhr morgens stiegen wir in die Maschine, die uns zuerst nach Brisbane und im Anschluss nach Sydney brachte. Dort angekommen, beschlich uns ein sehr komisches Gefühl: In zwei Tagen werden wir im Flieger nach Deutschland sitzen. Also verbrachten wir unseren letzten Tag in der Stadt mit Souvenirs und Klamotten kaufen, um wenigstens ein paar Andenken mit nach Deutschland zu bringen.

Am 15. Juni hieß es dann endgültig Abschied nehmen. Mit der Bahn fuhren wir vom Hostel auf den Flughafen. Um 13:35 Uhr starteten wir dann mit Air India unseren 13 stündigen Flug bis Neu Dehli. Nach einer kostenlosen Übernachtung im Flughafenhotel (18 Stunden Aufenthalt), Abendessen und Frühstück inklusive, stand nun die allerletzte Etappe an. 8 1/2 Stunden Flug trennten uns noch von Frankfurt. Ein weiterer, sehr entspannter Flug und wir waren wieder auf deutschem Boden. Jetzt sitze ich hier zu Hause am Computer und bin noch keineswegs im Alltag angekommen. So viele schöne Erinnerungen, die ich noch nicht so ganz einordnen kann. Immer wieder muss ich lächeln, wenn ich mir meine Texte so durchlese. Es wird noch eine Weile dauern, um zu realisieren, was in dem letzten halben Jahr alles passiert ist. Demnächst wird noch ein letzter Blogartikel über die Reise online kommen. Ich werde noch ein kleines Fazit ziehen und euch die ein oder andere Geschichte erzählen.

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